Teil eines Werkes 
1. Bd. (1861)
Entstehung
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Tom behandelte, und der dankbaren Anerkennung, welche ihm letzterer in der Zeit ſeines Schmerzens⸗ lagers zu Theil werden ließ, wurden ſie doch nie innige Freunde. Als Maggie fort war und Tom nachgerade wieder wie gewöhnlich umherzugehen be⸗ gann, ſtarb die freundſchaftliche Wärme, welche aus dem Mitleid und der Dankbarkeit hervorgegangen, allmählich aus, und das frühere Verhältniß griff wieder Platz. Philipp war oft launiſch und hoch⸗ müthig, und die Eindrücke freundlicherer Stimmung verſchmolzen bei Tom allmählich mit dem alten Hintergrund des Argwohns und der Abneigung gegen den wunderlichen buckeligen Knirps, welcher der Sohn eines ſchlechten Kerls war. Wenn Knaben oder Männer in der Glut eines vorübergehenden Gefühls eins werden ſollen, ſo müſſen ſie aus Me⸗ tallen beſtehen, die miſchungsfähig ſind; ſonſt ſchei⸗ den ſie ſich wieder von einander, ſobald die Hitze aufgehört hat.

Siebentes Kapitel.

Die goldenen Thore geſchloſſen.

So machte Tom in King's Lorton fort bis zu ſeinem fünften Semeſter und ſeinem ſechszehnten Lebensjahr, während Maggie, welche ſich mit ihrem Bäschen Lucy in der Koſtſchule der Miß Firniß in der alten Stadt Laceham am Floß befand, mit einer Schnelligkeit her⸗ anwuchs, die ihre Tanten nicht genug zu tadeln ver⸗ mochten. Sie hatte in ihren früheren Briefen an Tom immer Philipp grüßen laſſen und viele Fragen über ihn