Teil eines Werkes 
1. Bd. (1861)
Entstehung
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geſtellt, welche mit Aphorismen über Toms Zahn⸗ weh, über ein Torfhaus, das er im Garten ihm bauen half, und andere derartige Gegenſtände be⸗ antwortet wurden. Es that ihr weh, in der Vacanz ihren Bruder ſagen zu hören, Philipp ſei ſo wunder⸗ lich, als nur je, und oft recht widerwärtig, denn ſie erkannte daraus, daß die Beiden nicht länger gut Freund waren. Und wenn ſie Tom daran erinnerte, daß er Philipp immer lieben ſollte, da derſelbe zur Zeit des böſen Fußes ſo gut gegen ihn geweſen ſei, ſo pflegte er zu antworten:An mir liegt die Schuld nicht; ich thue ihm nichts. Sie wurde Philipps während des Reſtes ihrer Schulzeit kaum je anſichtig; denn die Sommervacanz brachte er ſtets an einem Küſtenorte zu, und um Weihnachten konnten ſie ſich nur zuweilen in den Straßen von St. Oggs begegnen. In ſolchen Fällen erinnerte ſie ſich wohl ihres Verſprechens, ihn zu küſſen; aber als eine junge Dame, die ſich in einer Koſtſchule befand, wußte ſie jetzt, daß von einer ſolchen Be⸗ grüßung keine Rede ſein und Philipp ſie auch nicht erwarten konnte. Das Verſprechen war null und nichtig, wie ſo viele andere ſüße trügliche Zuſagen unſerer Kindheit nichtig, wie die Verſprechungen in Eden vor der Scheidung der Jahreszeiten, als ſternähnlich die Blüthe Seite an Seite neben dem reifenden Pfirſich prangten, weil ſie nach dem Ver⸗ ſchluß der goldenen Thore unmöglich mehr erfüllt werden konnten.

Als ſich aber ihr Vater auf den langgedrohten Rechtsſtreit einließ und Wakem in der Eigenſchaft eines Sachwalters von Pivart ſowohl als von