Teil eines Werkes 
1. Bd. (1861)
Entstehung
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Dich mehr lieben könnte. Aber Du würdeſt mich ſo dauern.

Philipp erröthete; er hatte mit ſeiner Frage darauf abgezielt, ob ſie ihn lieben könnte, trotz ſei⸗ ner Mißgeſtalt, und doch ſchnitt ihn, als er ſie ſo deutlich auf dieſelbe anſpielen hörte, ihr Mitleid in die Seele. Maggie fühlte ungeachtet ihrer Jugend dieſes Verſehen. Bisher hatte ſie ſich inſtinctartig benommen, als merke ſie gar nichts von Philipps Entſtellung; ihre eigene Empfindlichkeit und herbe Erfahrungen, welche ihr die Tadelſucht der Familie bereitet, reichten zu, ſie dies in einer Ausdehnung zu lehren, als wäre ihr Benehmen ein Ausfluß der feinſten Bildung geweſen.

Aber Du biſt ſo geſcheid, Philipp, und Du kannſt Klavier ſpielen und ſingen, fügte ſie haſtig bei.Ich wollte, daß Du mein Bruder wäreſt. Ich habe Dich ſehr gern. Und Du würdeſt bei mir zu Hauſe bleiben, wenn Tom ausgeht, und würdeſt mich Alles lehren, nicht wahr Griechiſch und Alles?

Doch Du reiſeſt bald wieder ab und gehſt in eine Schule, Maggie, verſetzte Philipp;dann wirſt Du mich vergeſſen und Dich nicht mehr um mich kümmern. Und wenn Du einmal groß geworden biſt und ich Dir wieder begegne, ſo wirſt Du kaum noch Notiz von mir nehmen.

Oh nein, ich vergeſſe Dich gewiß nicht, ſagte Maggie, ſehr ernſt den Kopf ſchüttelnd.Ich ver⸗ geſſe nie etwas und denke an Jedermann, von dem ich weit entfernt bin. Ich denke auch an den armen Nap er hat ein Gewächs im Hals, und Lucas ſagt, er werde ſterben. Das mußt Du übri⸗