Teil eines Werkes 
1. Bd. (1861)
Entstehung
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allein mit einander in dem Studirzimmer. Philipp war über ſeinen Büchern, und Maggie ſchlenderte müſſig umher, ohne etwas Beſonderes anfangen zu wollen, da ſie ja bald wieder zu Tom konnte. Bei dieſer Gelegenheit lehnte ſie ſich an den Tiſch, an welchem Philipp beſchäftigt war, um zu ſehen, was er trieb; denn ſie waren ſchon ganz gute Freunde und recht heimiſch mit einander.

Was liesſt Du da im Griechiſchen? fragte ſie. Es iſt Poeſie ich kann das ſehen, weil die Zei⸗ len ſo kurz ſind.

Es handelt von Philocletes, dem lahmen Mann, von dem ich euch geſtern erzählte, antwortete er, den Kopf auf die Hand ſtützend und ſie anſehend, als ſei es ihm nicht leid, unterbrochen zu werden.

Maggie beugte ſich in ihrer zerſtreuten Weiſe immer weiter vorwärts, ſtützte ſich auf ihre Arme, und ließ ihre Füße baumeln, während ihre ſchwar⸗ zen Augen immer ſtarrer und ausdrucksloſer wurden, als habe ſie Philipp und ſein Buch ganz vergeſſen.

Maggie, ſagte Philipp nach einer Pauſe von einer oder zwei Minuten, während er ſich noch immer auf den Ellenbogen ſtemmte und ſie anſah,wenn Du einen Bruder hätteſt, wie ich bin, glaubſt Du, daß Du ihn eben ſo ſehr hätteſt lieben können, wie den Tom?

Maggie fuhr etwas zuſammen, als ſie durch dieſe Anſprache aus ihrer Träumerei geweckt wurde, und entgegnete:Was? Philipp wiederholte ſeine Frage.

O ja, noch mehr, antwortete ſie ſogleich.Nein, nein nicht mehr; denn ich glaube nicht, daß ich

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