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Von nun an verbrachte Philipp alle ſeine freie Zeit bei Tom und Maggie. Tom hörte ſo gern wie nur je den Kampfgeſchichten zu, legte aber doch ein großes Gewicht auf die Thatſache, daß die ſtrei⸗ tenden Helden, welche ſo viele wundervolle Thaten verrichteten und doch ſtets mit heiler Haut davon kamen, vom Kopf bis zu den Zehen in treffliche Rüſtungen gehüllt waren, wodurch ſeiner Anſicht nach das Fechten gar leicht wurde. Sein Fuß wäre nicht zu Schaden gekommen, wenn er einen eiſernen Schuh angehabt hätte. Er ſchenkte einer neuen Ge⸗ ſchichte von Philipp große Aufmerkſamkeit; dieſer er⸗ zählte ihm nämlich von einem Mann, welcher eine ſehr ſchlimme Fußwunde hatte und vor Schmerz ſo fürchterlich ſchrie, daß es ſeine Freunde nicht mehr mit ihm aushalten konnten, ſondern ihn auf einer unbewohnten Inſel ausſetzten und ihm nur einige wunderbare giftige Pfeile zum Erlegen von Wild⸗ pret ließen. 4 3
„Du weißt, ich hab' kein Bischen geſchrieen,“ ſagte Tom,„und ich wette, mein Fuß war ſo ſchlimm, als der ſeinige. Es iſt memmenhaft zu ſchreien.“
Maggie aber behauptete, wenn Einem etwas recht weh thue, ſo ſei es ganz in der Ordnung, daß man ſchreie, und es ſei ſehr grauſam, wenn man mit einem ſolchen Leidenden nicht Geduld habe. Sie wünſchte zu wiſſen, ob Philoclet eine Schweſter hatte und warum ſie nicht mit ihm auf die wüſte Inſel ging, um ihn zu pflegen.
Eines Tages, bald nach Erzählung dieſer Ge⸗ ſchichte, befanden ſich Philipp und Maggie, während an Tom der Fußverband vorgenommen wurde, 3 21*


