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gefallen, daß es zweckmäßig ſein könnte, einer ſolchen Beſorgniß vorzubauen und den Patienten durch ermuthigende Worte zu tröſten. Philipp aber paßte, nachdem der Chirurg ſich entfernt hatte, Mr. Stel⸗ ling ab, um dieſelbe Frage an ihn zu richten, welche Tom nicht über die Lippen wollte.
„Ich bitte um Verzeihung, Sir— aber meint Mr. Askern, Tulliver werde lahm bleiben?“
„O nein— nein,“ antwortete Mr. Stelling; „nicht für immer, nur für eine kleine Weile.“
„Glauben Sie, daß er dies Tulliver geſagt hat?“
„Nein, es wurde nichts über dieſen Gegenſtand geſprochen.“
„Dann darf ich wohl hingehen und es ihm ſa⸗ gen, Sir?“
„Verſteht ſich. Nun Ihr es erwähnt, vermuthe ich auch, daß ihn dies beunruhigen könnte. Geht nach ſeinem Schlafzimmer; aber es muß vorderhand dort Alles ruhig bleiben.“
Als Philipp von dem Unfall hörte, war ſein erſter Gedanke geweſen—„Wird Tulliver lahm bleiben? Dies wäre doch ſehr hart für ihn,“— und die Beleidigung, die er Tom bisher nicht verziehen, wurde von dem Mitleid weggewaſchen. Er fühlte, daß die ſtete Abſtoßung ein unnatürlicher Zuſtand war, und daß ſie in einem gemeinſamen Strom von Leiden und Entbehrungen mit einander fortgetrieben würden. Seine Phantaſie hielt ſich nicht bei dem äußeren Unglück und ſeinem möglichen Einfluß auf Toms künftiges Leben auf, ſondern vergegenwärtigte ſich nur den wahrſcheinlichen Zuſtand von deſſen Gefühlen. Er war zwar erſt vierzehn Jahre alt,
Eliot, Die Mühle am Floß. I. 21


