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Erziehung iſt wohlfeil, was ſie auch koſten mag. Doch Stelling iſt mäßig in ſeinen Bedingungen und keineswegs aufs Geld erpicht. Ich zweifle nicht, er wird Ihren Knaben für hundert Pfund aufnehmen, und für dieſe Summe werden Sie ihn kaum bei irgend einem andern Geiſtlichen unterbringen. Wenn es Ihnen recht iſt, will ich ihm darüber ſchreiben.“
Mr. Tulliver rieb ſich die Kniee und betrachtete nachdenkſam den Bodenteppich.
„Aber vielleicht hat er keine Frau,“ ergriff Mrs. Tulliver wieder das Wort,„und auf die Haushäl⸗ terinnen halte ich gar nichts. Mein Bruder ſelig hatte einmal eine, und die ſtahl ihm die Hälfte der Federn aus ſeinem Bett und ſchickte ſie heim. Wie viel ſie ihm von ſeinem Weißzeug veruntreut hat — Rott hieß ſie— iſt gar nicht bekannt geworden, und es würde mir das Herz brechen, wenn ich mei⸗ nen Tom an einen Platz ſenden müßte, wo leine Haushälterin die Wirthſchaft führt. Tulliver, muth' mir ſo etwas nicht zu.“
„Sie können ſich über dieſen Punkt vollkommen zufrieden geben, Mrs. Tulliver,“ verſetzte Mr. Riley, „denn Stelling iſt mit einem ſo hübſchen Weibchen verheirathet, als ein Mann ſich nur immer eine Frau wünſchen kann. Es gibt keine freundlichere Seele auf der Welt und ich bin mit ihrer Familie gut be⸗ kannt. Sie hat ſo ziemlich Ihren Teint und helles lockiges Haar. Ihre Familie iſt in Mudport ſehr angeſehen, und nicht jeder Freier hätte da kommen dürfen. Aber Stelling iſt kein gewöhnlicher Mann und hat darauf geſehen, mit achtbaren Leuten in
Eliot, Die Mühle am Floß. 3


