Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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Ja, ſagte Dina,Adam war heute früh ſehr bewegt bei dem Gedanken, wie ſehr wohl der arme junge Mann, in Folge ſeiner Krankheit und auch der vielen Jahre die an uns allen Spuren zurück⸗ gelaſſen, ſich verändert haben müſſe. Und dann der Tod der armen Verirrten, als ſie zu uns zurück⸗ kehrte das war Kummer über Kummer.

Sieh, Addy, ſagte Seth, indem er den Klei⸗ nen jezt auf ſeinen Arm herabnahm und mit dem Finger deutete,dort kommt der Vater an dem Steg dort.

Dina beſchleunigte ihre Schritte und die kleine

Lisbeth lief aus Leibeskräften voraus, bis ſie ihres Vaters Beine umklammerte. Adam tätſchelte ſie auf den Kopf, hob ſie in die Höhe und gab ihr einen Kuß; aber Dina konnte, als er näher kam und ſchweigend ihren Arm in den ſeinigen legte, d ſeinem Geſicht deutliche Spuren von Aufregung ſehen. So Bürſchchen, ſoll ich Dich jezt nehmen? ſagte er mit einem ſchwachen Lächeln, als Addy ſeine Aermchen ihm entgegenſtreckte; denn mit der ge⸗ wöhnlichen Niederträchtigkeit der Kinder war der Junge ſogleich bereit ſeinen Onkel Seth fahren zu laſſen, als er ſich jezt unter einen noch höheren Schuz geſtellt ſah.

Es hat mir ſehr wehe gethan, Dina, ſagte Adam endlich, als ſie weiter gingen.

Fandeſt Du ihn ſehr verändert? fragte Dina.

Ja und Nein. Ich hätte ihn überall wieder erkannt. Aber ſeine Farbe iſt verändert und er ſieht ſo betrübt aus. Inzwiſchen ſagen die Aerzte,

Eliot, Adam Bede. III. 22