Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
Einzelbild herunterladen

336

Nimm ihn doch lieber auf den Arm, Seth, ſagte Dina mit einem zärtlichen Blick auf den derben ſchwarzäugigen Jungen;auf dieſe Art wird er Dir läſtig.

Nein, nein, Addy reitet gern auf meinen Schul⸗ tern; ich kann ihn ſchon ein Stück weit ſo tragen. Zum Dank für dieſe Freundlichkeit ließ der junge Addy mit viel verſprechender Kraft ſeine Ferſen auf Onkel Seths Bruſtkaſten herumtrommeln. Aber an Dina's Seite einherzugehen und ſich von Dina's und Adams Kindern tyranniſiren zu laſſen, das war für Onkel Seth das höchſte Erdenglück.

Wo ſahſt Du ihn denn? fragte Seth, als ſie auf das nächſte Feld kamen;ich kann ihn nirgends finden. 8

Zwiſchen den Hecken am Wege, ſagte Dina; ich ſah ſeinen Hut und ſeine Schultern. Da kommt er wieder hervor.

Ich glaube, Du würdeſt ihn überall heraus⸗ finden, wenn er nur irgendwo zu ſehen wäre, be⸗ merkte Seth lächelnd;ſo ging es auch unſerer armen Mutter; ſie blickte immer nach Adam und ſah ihn, troz ihrer trüben Augen, immer früher als andere Leute.

Er bleibt länger aus als er erwartete, ſagte Dina, indem ſie Arthurs Uhr aus einem Seiten⸗ täſchchen zog und darauf ſah;es iſt demnächſt ſieben.

Ja, ſie werden einander viel zu ſagen gehabt haben, verſezte Seth,und das Wiederſehen iſt gewiß beiden ſehr nahe gegangen. Es ſind ja bei⸗ nahe acht Jahre ſeit ihrer Trennung vergangen.