Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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ſo luſtig ausſah wie ein loderndes Feuer, mit der ſtillen Marie Burge als Brautjungfer; ſodann Seth, auf deſſen Geſicht ein heiteres Glück ſtrahlte, mit Frau Poyſer am Arm; zulezt Barthel Maſſey mit Lisbeth, die ein neues Kleid und eine neue Haube trug und mit ihrem Stolz auf ihren Sohn ſo wie ihrer Wonne über den Beſiz der einzigen erſehnten Tochter zu ſehr beſchäftigt war um den mindeſten Vorwand zu einer Klage zu finden.

Barthel Maſſey hatte ſich auf Adams dringen⸗ des Bitten dazu verſtanden der Hochzeit anzuwoh⸗ nen, jedoch unter Proteſtationen gegen das Heirathen im Allgemeinen und die Heirath eines vernünftigen Menſchen im Beſondern. Nichts deſtoweniger er⸗ laubte ſich Herr Poyſer nach dem Hochzeitsmahle ihn damit zu necken daß er in der Sacriſtei der Braut einen Kuß mehr gegeben habe als juſt nöthig geweſen wäre.

Hinter dieſem lezten Paar kam Herr Irwine, hochvergnügt über die gute Arbeit die er an dieſem Morgen verrichtet, indem er Adam und Dina zu⸗ ſammengegeben. Denn er hatte Adam in den ſchlimmſten Augenblicken ſeines Kummers geſehen, und welche beſſere Ernte hätte aus dieſer ſchmerz⸗ lichen Ausſaat erwachſen können als gerade dieſe? Die Liebe die in der Stunde der Verzweiflung Hoff⸗ nung und Troſt gebracht, die Liebe die ihren Weg in die dunkle Gefängnißzelle und die noch dunklere Seele der armen Hetty gefunden dieſe ſtarke, ſanfte Liebe ſollte Adams Gefährtin und Gehülfin ſein bis zum Tode.

Mancher Händedruck, manch herzliches Gott ſegne