Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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meiſten von ihnen erſchienen in ihren beſten Kleidern bei der Hochzeit. Ich glaube, unter allen in dieſer Geſchichte namentlich aufgeführten und an dieſem Novembermorgen noch in der Gemeinde weilenden Einwohnern von Hayſlope war nicht ein einziger der nicht in die Kirche gegangen wäre, um Adam und Dina trauen zu ſehen, oder ſich vor der Kirche aufgeſtellt hätte, um ſie bei ihrem Herauskommen zu begrüßen. Frau Irwine und ihre Töchter war⸗ teten auf dem Kirchhof in ihrem Wagen(denn ſie beſaßen jezt eine Equipage) um den Brautleuten die Hand zu reichen und Glück zu wünſchen; und da Miß Lydia Donnithorne ſich zufällig in Bath befand, ſo hatten Frau Beſt, Herr Mills und Herr Craig es für ihre Pflicht gehalten die Schloßherrſchaft bei dieſer Gelegenheit zu vertreten. Der Kirchhof war gänzlich überſät mit vertrauten Geſichtern, die gro⸗ ßentheils Dina zum erſtenmal geſehen hatten als ſie auf der Wieſe predigte, und kein Wunder daß ſie ihr an ihrem Hochzeitsmorgen ein ſo lebhaftes Intereſſe bezeugten, denn ſo etwas wie Dina und die Geſchichte welche ſie und Adam zuſammengeführt hatte, war ſeit Menſchengedenken in Hayſlope nicht erlebt worden.

Beſſy Cranage, mit ihrer zierlichſten Haube und in ihren beſten Kleidern, weinte, obſchon ſie eigent⸗ lich nicht wußte warum; denn wie ihr Vetter Draht⸗ ben, der neben ihr ſaß, ihr ſehr verſtändig zuflüſterte, Dina ging ja nicht fort, und wenn Beſſy einmal betrübt war, ſo konnte ſie nichts Beſſeres thun als Dina's Beiſpiel zu befolgen und einen ehrlichen Burſchen zu heirathen, der ſogleich bei der Hand