Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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einigen Schuz gewährte, ſah ihm ſchon von Weitem entgegen, und als er in die Nähe kam, konnte er einen Lobgeſang vernehmen. Vielleicht iſt dieß das lezte Lied bevor ſie aufbrechen, dachte Adam; ich will ein wenig zurückgehen und dann wieder umkeh⸗

ren, um ihr draußen vor dem Dorf zu begegnen.

Er ging bis auf die Höhe des Hügels zuruͤck und ſezte ſich auf einen loſen Stein an der niedrigen Mauer, um zu warten bis er die kleine ſchwarze Figur aus dem Dorfe kommen und den Hügel her⸗

aufgehen ſähe. Er wählte dieſen Plaz beinahe oben auf dem Hügel wegen ſeiner gänzlichen Einſamkeit; kein Haus, kein Vieh, nicht einmal ein nagendes Schaf in der Nähe; rings umher Nichts als die ſchweigenden Lichter und Schatten und der große allumfaſſende Himmel.

Sie kam weit ſpäter als er gehofft hatte; er war⸗ tete wenigſtens eine Stunde, ſchaute beſtändig nach ihr und dachte an ſie, während die Schatten des Nachmittags ſich verlängerten und das Licht milder wurde. Endlich ſah er die kleine ſchwarze Geſtalt zwiſchen den grauen Häuſern hervor und allmählig dem Fuß des Hügels näher kommen.Wie lang⸗ ſam, dachte Adam, und doch ging Dina ihren ge⸗ wöhnlichen Schritt, leicht und ruhig. Jezt kam ſie allmählig den Hügel heran: er wollte ihr nicht zu bald entgegentreten, er hatte ſein Herz darauf geſezt ſie in dieſer vollſtändigen Einſamkeit zu treffen. Und nun begann er zu fürchten, ſie möchte zu ſehr über ihn erſchrecken. Doch nein, dachte er, ſie wird nicht gar zu ſehr erſchrecken; ſie iſt immer ſo ſtill und ruhig als wäre ſie auf Alles vorbereitet.

Was ſie wohl dachte als ſie den Hügel heran⸗