Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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Frau Poyſer würde wahrſcheinlich ihre Entgeg⸗ nung noch mehr geſteigert haben wenn nicht die all⸗ gemeine Aufmerkſamkeit jezt dem untern Ende des Tiſches ſich zugewendet hätte, wo der lyriſche Drang, der ſich Anfangs nur in Davids leiſe vorgetragenem Liede: Meine Lieb' iſt eine Roſe ohne Dorn, kund⸗ gegeben, allmählig einen etwas betäubenden und der⸗ ben Character angenommen hatte. Tim, der von Dovids Stimmmitteln ſehr gering dachte, fühlte ſich gedrungen dieſes ſchwache Geſumme durch einen mun⸗ teren Vortrag der drei luſtigen Schnitter zu über⸗ bieten, aber David ließ ſich nicht ſo leicht aus dem Felde ſchlagen, ſondern zeigte ſich zu einem tüchtigen Crescendo fähig, ſo daß es zweifelhaft wurde ob die Roſe nicht den Vorrang über die Schnitter gewinnen würde, während auf einmal der alte Keſter, ganz unbewegt und unbeweglich, in einen ſchmetternden Discant ausbrach der wie ein Löwenruf erſcholl.

Die Geſellſchaft die neben Alick unten am Tiſche ſaß, nahm dieſe Art von Vortrag freundlich genug auf, da ſie ſich von allen muſicaliſchen Vorurtheilen frei fühlte, aber Barthel Maſſey legte ſeine Pfeife weg und ſteckte die Finger in ſeine Ohren, und Adam ſeinerſeits, der ſchon längſt hatte gehen wollen, ſeit er erfahren daß Dina nicht mehr im Hauſe war, ſtand auf und ſagte, er müſſe jezt gute Nacht wünſchen.

Ich gehe mit Dir, Junge, ſagte Barthel;ich gehe mit Dir ſo lange mir mein Trommelfell noch nicht geſprungen iſt.

So will ich über die Gemeindewieſe gehen und Sie nach Hauſe bringen, Herr Maſſey, ſagte Adam.