Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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Ah, verſezte Barthel höhniſch,die Frauen ſind geſcheidt, ja ſehr geſcheidt. Sie kennen eine Ge⸗ ſchichte ohne ſie nur gehört zu haben, und wiſſen einem Manne ſeine Gedanken zu ſagen bevor er ſie ſelbſt weiß.

Ganz natürlich, antwortete Frau Poyſer,denn die Männer ſind meiſtens ſo langſam, daß ihre Ge⸗ danken ihnen vorauslaufen und ſie dieſelben nur noch beim Schwanz packen können. Ich kann einen Strumpf abzählen bis ein Mann ſeine Zunge in Bereitſchaft ſezt; und wenn er endlich mit ſeiner Sprache heraus⸗ rückt, dann iſt wenig Fleiſchbrühe daran zu finden. Die todten Küchlein kriechen am langſamſten heraus. Inzwiſchen kann ich nicht läugnen daß die Weiber auch närriſch ſind; Gott der Allmächtige hat ſie ja geſchaffen daß ſie zu den Männern paſſen ſollen.

Paſſen, rief Barthel;ja wohl wie Eſſig zu den Zähnen paßt. Wenn ein Mann ein Wort ſagt, ſo iſt ſeine Frau gleich mit der Gegenrede bei der Hand; wenn er warmes Fleiſch verlangt, ſo gibt ſie ihm kalten Speck; wenn er lacht, ſo findet ſie es paſſend zu winſeln. Sie paßt wie die Pferdefliege zu dem Pferde paßt, ſie hat das rechte Gift um ihn zu ſtechen.

Ja, erwiderte Frau Poyſer,ich weiß was den Männern gefällt ſo eine rechte Gans welche ſie einfältig anlächelt wie ein Sonnenbild, ob ſie nun Recht oder Unrecht haben, die für einen Puff noch groß Dank ſagt und nicht zu wiſſen ſcheint ob ſie

auf dem Kopf oder den Füßen ſteht, bis ihr Mann es ihr ſagt. Das verlangt ein Mann meiſtens von einem Weib: er will eine Närrin um ſich haben, die