Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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fertig ein unnöthiges Wort redete. Endlich begann Tims nächſter Nachbar, Ben Tholoway, ſeinen Zu⸗ ſprüchen durch Rippenſtöße Kraft zu geben, aber nun wurde Tim wild und brummte ihm zu:Willſt Du mich in Ruhe laſſen? Sonſt ſinge ich Dir ein Lied das Dir wahrſcheinlich nicht gefallen wird. Auch die Geduld eines gutmüthigen Fuhrknechts hat ihre Grenzen und nun konnte man natürlich nicht länger in Tim dringen.

He, David, Du wäreſt der Mann Etwas zu ſingen, ſagte Ben, der ſeinen Aerger über den Nichterfolg verhehlen wollte,ſing uns einmal: Meine Lieb' iſt eine Roſ' ohne Dorn.

Der verliebte David war ein junger Burſche von unbewußtem zerſtreutem Ausſehen, was jedoch ver⸗ muthlich mehr von einem ſchrecklichen Schielen als von einer geiſtigen Anlage herkam; denn er war nicht gleichgiltig gegen Bens Aufforderung, ſondern wurde roth, lachte und fuhr mit ſeinem Aermel über den Mund, auf eine Art die man als ein Zeichen von Bereitwilligkeit halten konnte. Auch ſchien die Geſellſchaft eine Zeit lang in allem Ernſt ein Lied von David zu wünſchen. Aber vergebens. Die ly⸗ riſchen Elemente für den Abend befanden ſich vor⸗ läufig im Keller und waren noch nicht aus ihrem Gewahrſam erlöst.

Mittlerweile hatte das Geſpräch oben am Tiſche eine politiſche Wendung genommen. Herr Craig war ſtets geneigt gelegentlich über Politik zu ſpre⸗ chen, obſchon er ſich mehr auf eine weiſe Einſicht in die Dinge als auf eine genaue Kenntniß derſelben zu Gute that. Er ſchaute ſo weit über die bloßen