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bei welchem Jedermann mitſingen mußte: wenn einer ſich ein Anſehen geben wollte, ſo mußte er mithal⸗ ten; aber mit verſchloſſenen Lippen durfte keiner daſizen. Vorgeſchrieben war weiter nichts als Drei⸗ tact; alles Andere ging nach freiem Belieben.
Ueber den Urſprung dieſes Liedes— ob es nämlich in ſeinem gegenwärtigen Zuſtand aus dem Gehirn eines einzigen Rhapſoden kam, oder ob es allmählig durch eine Schule oder Reihenfolge von Rhapſoden vervollkommnet wurde— vermag ich Nichts zu ſagen. Es trägt den Stempel der Einheit und Individualität, was mir für die erſtere Annahme zu ſprechen ſcheint, obwohl ich auch nicht gegen die Be⸗ trachtung blind bin daß dieſe Einheit aus der Ueber⸗ einſtimmung vieler Geiſter entſtanden ſein kann, die einer einfachen Denkweiſe angehört, unſerem moder⸗ nen Bewußtſein aber ferne ſteht. Vielleicht glauben einige im erſten Vers die Andeutung auf eine ver⸗ lorne Zeile zu entdecken, welche ſpätere Rhapſoden in Ermanglung von ſchöpferiſcher Kraft mit dem ſchwachen Auskunftsmittel der Wiederholung ergänz⸗ ten; Andere dagegen dürften behaupten, gerade dieſe Wiederholung ſei eine glückliche Originalität, und nur höchſt proſaiſche Seelen können dafür un⸗ empfänglich ſein.
Die mit dem Geſang verbundene Ceremonie be⸗ zog ſich auf das Trinken— es iſt vielleicht ſchmerz⸗ lich dieß ſagen zu müſſen, aber wir können unſere Vorfahren nicht mehr beſſern. Während der erſten und zweiten Strophe, die im entſchiedenen Forte Rhengen wurden, füllte man die Kannen noch nicht.


