Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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war kaum eine Abſtufung vorhanden. Auch war nicht jeder Bauer ſo ehrlich wie unſer Freund Alick. An dieſem ſelben Tiſch mitten unter Herrn Poyſers Leuten befindet ſich der dicke Ben Tholoway, ein ſehr ſtarker Dreſcher, der aber ſchon zu wiederholten Malen ertappt wurde wie er das Korn ſeines Herrn in ſeinen Taſchen forttrug, eine Handlung die man, da Ben kein Philoſoph war, nicht wohl auf Rech⸗ nung von Geiſtesabweſenheit ſezen konnte. Dennoch hatte ſein Herr ihm verziehen und beſchäftigte ihn fortwährend, denn die Tholoways hatten ſeit un⸗ denklichen Zeiten auf der Gemeindewieſe gewohnt und immer für die Poyſers gearbeitet. Und im Ganzen, darf ich wohl ſagen, kam die Geſellſchaft nicht übel dabei weg daß Ben keine ſechs Monate in der Tretmühle zubringen mußte, denn ſeine An⸗ ſichten vom Stehlen waren ſehr beſchränkt und hät⸗ ten ſich im Zuchthaus leicht erweitern können. So wie die Sachen jezt ſtanden, verzehrte Ben ſeinen Braten an dieſem Abend mit dem heitern Bewußt⸗ ſein daß er ſeit dem lezten Erntemahl weiter nichts als ein Paar Erbſen oder Bohnen geſtohlen habe, um ſie in ſeinem Garten zu ſtecken, und er war feſt überzeugt daß Alicks argwöhniſches Auge, das be⸗ ſtändig auf ihm haftete, ſeiner Unſchuld eine ſchwere Kränkung zufüge.

Aber jezt war der Braten verzehrt, das Tiſchtuch abgenommen, und nun ſchaffte man großen Plaz für die blanken Trinkkannen, für die ſchäumenden braunen Krüge und die blinkenden Meſſingleuchter, die lieblich anzuſchauen waren. Jezt ſollte die große Ceremonie für den Abend beginnen, das Erntelied

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