Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
Einzelbild herunterladen

303

Plaz für Sie zwiſchen Maſſey und den Jungen offen gehalten. Es iſt recht Schade daß Sie nicht früher kommen konnten und den Pudding noch ganz ſahen.“

Adam ſah ſich ängſtlich nach einem vierten weib⸗ lichen Geſichte um, aber Dina war nicht da. Er ſcheute ſich beinahe nach ihr zu fragen; überdieß wurde ſeine Aufmerkſamkeit durch Begrüßungen in Anſpruch genommen, und er konnte immerhin hoffen daß Dina noch im Hauſe ſei, wenn ſie ſich auch viel⸗ leicht am Vorabend ihrer Abreiſe bei einer ſolchen Luſtbarkeit nicht betheiligen wollte.

Es war ein heiterer Anblick um dieſe Tafel. Oben ſaß Martin Poyſer mit ſeinem runden gut⸗ müthigen Geſicht und ſeiner breiten Geſtalt; er legte ſeinem Geſinde den duftigen Braten vor und freute ſich jedesmal wenn die leeren Teller wieder kamen. Obſchon gewöhnlich ſelbſt mit einem guten Appetit geſegnet, vergaß er heute Abend wirklich ſeinen eigenen Braten gänzlich, ſo viel Freude machte es ihm während des Vorlegens zuzuſehen wie die An⸗ dern es ſich ſchmecken ließen; denn waren es nicht Leute die das ganze Jahr hindurch, mit Ausnahme von Weihnachten und den Sonntagen, nur ſo neben⸗ her unter den Hecken ihr kaltes Mahl verzehrten und ihr Bier aus hölzernen Flaſchen tranken, zwar ohne Zweifel mit großem Vergnügen, aber ſo daß ſie, mehr nach Art der Enten als menſchlicher Zwei⸗ füßler, den Mund hoch emporhielten? Martin Poy⸗ ſer hatte eine leiſe Ahnung von dem Hochgenuß den ein heißer Braten und ein friſch abgezogenes Bier ſolchen Leuten bereiten mußten. Er hielt ſeinen Kopf etwas ſeitwärts und verzog den Mund, wäh⸗