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wahrzunehmen, und zog die Dinge ſelbſt vor. Er lebte hauptſächlich auf dem Lande unter angenehmen Luſtſizen und Wohnſtätten, ſchlenderte gerne an den Obſtbäumen hin, erlabte ſich am Dufte der Apri⸗ koſen, wenn ſie ſich von der Morgenſonne wärmen ließen, oder legte ſich Mittags unter die Obſtbäume, wenn die Sommerbirnen fielen. Er wußte nichts von einem wöchentlichen Gottesdienſt und dachte von der Sonntagspredigt um nichts ſchlechter, wenn ſie ihm geſtattete von der Verleſung des Textes an bis zum Schlußgebet zu ſchlafen; die Nachmittagskirche war ihm die liebſte weil die Gebete am kürzeſten waren, und er ſchämte ſich nicht es zu ſagen, denn er hatte ein ruhiges heiteres Gewiſſen, breitrückig wie er ſelbſt, und konnte ein ſchönes Quantum Bier oder Kornbranntwein ertragen; Zweifel, Scrupel und er⸗ habene Gedankenſchwünge machten ihn nicht eckel. Das Leben war für ihn keine Aufgabe, ſondern eine Sinecure: er klimperte mit den Guineen⸗ in ſeiner Taſche, verzehrte ſeine Mahlzeiten und ſchlief den Schlaf des Unverantwortlichen; denn hatte er nicht ſeiner Pflicht vollkommen genügt, indem er an den Sonntagsnachmittagen in die Kirche ging?
Der ſchöne alte Vertreker behaglicher Muße! Seid nicht ſtreng gegen ihn und richtet ihn nicht nach modernem Maßſtabe: er beſuchte keine Pietiſten⸗ ſtunden, lief keinen populären Predigten nach und las weder Tractätchen noch den Sartor resartus.


