Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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Wahrhaftig, alles andere müßige Behagen iſt Haſtigkeit im Vergleich mit einem ſonnigen Spazier⸗ gang durch die Felder nach einer Mittagskirche— wie nämlich ſolche Spaziergänge in jenen alten ruhi⸗ gen Zeiten zu ſein pflegten, als das ſchläfrig über den Canal hingleitende Boot das neueſte Wunder von Locomotion war; als Sonntagsbücher meiſtens alte braune Ledereinbände hatten und mit merkwür⸗ diger Genauigkeit immer an einer und derſelben Stelle aufklappten. Das müßige Behagen iſt dahin — es iſt verſchwunden wie die Spinnräder, wie die Packpferde, wie die langſamen Wagen und die Hau⸗ ſirer, die an ſonnigen Nachmittagen mit ihrer Waare von Thüre zu Thüre zogen. Sinnreiche Philoſophen ſagen euch vielleicht, das große Werk der Dampf⸗ maſchine ſchaffe dem Menſchengeſchlecht Muße. Glaubt ihnen nicht, es bringt bloß eine Leere hervor in welche der raſche Gedanke ſich hineinſtürzt. Selbſt die Trägheit iſt jezt voll Eifer. Sie iſt auf Ver⸗ gnügungen erpicht, auf Luſtfahrten, Kunſtſammlungen, periodiſche Literatur und aufregende Romane; ſie gibt ſich ſogar mit wiſſenſchaftlichen Theorien ab und wirft dann und wann einen Blick durch ein Micro⸗ ſcop. In alten Zeiten war die Muße etwas ganz anderes: da las man nur eine einzige Zeitung, die in ihrer Unſchuld nichts von Leitartikeln wußte, und von der periodiſchen Aufregung des ſogenannten Poſtabſchluſſes war nichts bekannt. Der Vertreter der alten Muße war ein beſchaulicher kräftiger Herr von vortrefflicher Verdauung und ruhigen, durch kei⸗ nerlei Hypotheſen geſtörten Anſchauungen; er war glücklich in ſeiner Unfähigkeit die Urſachen der Dinge