Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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wiſſen daß ich nicht zum Heirathen beſtimmt bin. Aber wir müſſen warten.“

„Dina,“ ſagte Adam betrübt,„Ihr könnt mich nicht ſo innig lieben wie ich Euch liebe, ſonſt hättet Ihr keine Zweifel. Aber es iſt natürlich daß Ihr mich nicht ſo liebet, denn ich bin nicht ſo gut wie Ihr. Ich kann jedoch nicht zweifeln daß ich ein Recht habe das Beſte zu lieben was Gott mir je vor die Augen geführt hat.“

„Nein Adam, es ſcheint mir daß meine Liebe zu Euch nicht ſchwach iſt, denn mein Herz wartet auf Eure Worte und Blicke, beinahe wie ein kleines Kind auf die Hilfe und Zärtlichkeit des Starken wartet von welchem es abhängt. Wenn der Gedanke an Euch nicht mächtig auf mich einwirkte, ſo würde ich nicht fürchten daß er ein Gözenbild in dem Tempel werden könnte. Aber Ihr werdet mich ſtärken— Ihr werdet mich nicht verhindern daß ich ſo lang als möglich zu gehorchen ſuche.“

„Laßt uns in den Sonnenſchein hinausgehen, Dina, und ein wenig ſpazieren. Ich werde kein Wort mehr ſagen das Euch beunruhigen könnte.“

Sie traten hinaus und gingen über die Felder, wo ſie der aus der Kirche heimkehrenden Familie begegnen mußten. Adam bot Dina ſeinen Arm an und ſie nahm ihn. Dieß war die einzige Verän⸗ derung in ihrem gegenſeitigen Benehmen ſeit ihrem lezten Spaziergang. Aber ſo ſehr ſich Adam über die Ausſicht auf die baldige Wegreiſe des Mädchens und die Ungewißheit des Erfolgs betrübte, ſo ließ er ſich doch dadurch das ſüße Gefühl nicht rauben daß Dina ihn liebe. Er beſchloß den ganzen Abend