Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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ich glaube nicht daß es mir ſo ergehen würde, denn ſeit meine Neigungen ſo maßlos Euch zugekehrt wa⸗ ren, habe ich weniger Frieden und Freude in Gott gehabt; es war mir als wäre mein Herz getheilt. Und bedenket wie es mit mir iſt, Adam! mein bis⸗ heriges Leben iſt wie ein Land in welchem ich ſeit meiner Kindheit im Segen gewandelt habe, und wenn ich mich einen Augenblick darnach ſehne der Stimme zu folgen die mich in ein anderes noch unbekanntes Land ruft, ſo kann ich mich der Furcht nicht erweh⸗ ren daß meine Seele ſpäter nach dem früheren Segen zurückverlangen würde den ich jezt aufgegeben hätte; wo aber Zweifel eintritt, da iſt keine vollkommene Liebe. Ich muß auf klarere Führung warten; ich muß von Euch gehen und wir müſſen uns gänzlich dem göttlichen Willen unterwerfen. Es wird manch⸗ mal von uns gefordert daß wir unſere natürlichen wohlerlaubten Neigungen auf dem Altar niederlegen.“

Adam wagte es nicht weiter zu drängen, denn aus Dina ſprach weder Laune noch Verſtellung. Aber es traf ihn ſehr hart; ſeine Augen wurden trüber als er das Mädchen anſchaute.

„Aber Ihr könnt Euch doch vielleicht noch mit dem Gedanken befreunden daß Ihr wieder zu mir kommen könnt, um Euch nie mehr von mir zu tren⸗ nen, Dina?“

„Wir müſſen uns unterwerfen, Adam; mit der Zeit wird uns unſere Pflicht klar werden. Vielleicht daß ich, wenn ich mein früheres Leben wieder be⸗ gonnen habe, bald dieſe neuen Gedanken und Wünſche verſchwinden ſehe, und daß ſie für mich werden als wären ſie gar nicht dageweſen. Dann werde ich