Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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ohne eine Spur von Betrübniß zu zeigen, da be⸗ gann er zu glauben, ihr Gefühl für Arthur müſſe weit oberflächlicher geweſen ſein als er ſich in ſeiner erſten Entrüſtung und Beſorgniß eingebildet hatte, und ſie betrachtete jezt ihren kindiſchen Einfall daß Arthur verliebt ſei und ſie heirathen wolle, als eine Narrheit von der ſie zu rechter Zeit geheilt worden. Und vielleicht wandte ſich, wie er zuweilen in ſeinen heitern Augenblicken gehofft hatte, ihr Herz wirklich mit um ſo größerer Wärme zu dem Manne von dem ſie wußte daß er ſie ernſtlich liebte.

Vielleicht denket ihr, Adam ſei in ſeinen Deu⸗ tungen nicht beſonders ſcharfſinnig und es ſtehe einem verſtändigen Manne ganz ſchlecht ſich ſo zu benehmen, ſich in ein Mädchen zu verlieben deren einziger Vorzug in ihrer Schönheit beſtand, ihr ein⸗ gebildete Vorzüge zuzuſchreiben und ſogar, nachdem ſie ſich in einen Andern verliebt hatte, ſein Herz gänzlich an ſie zu hängen, auf einen freundlichen Blick von ihr geduldig und zitternd zu harren, wie ein Hund der aufwartet bis das Auge ſeines Herrn ſich ihm zuwendet. Aber bei einem ſo verwickelten Ding wie die menſchliche Natur iſt, müſſen wir wohl bedenken daß ſich kaum eine Regel ohne Aus⸗ nahme finden läßt. Natürlich weiß ich daß in der Regel verſtändige Männer ſich in die verſtändigſten Mädchen ihrer Bekanntſchaft verlieben, daß ſie all die Kniffe und Pfiffe coketter Schönheit durchſchauen,

ſich nie einbilden geliebt zu werden wenn es nicht wirklich der Fall iſt, bei jeder paſſenden Gelegenheit zu lieben aufhören und diejenige heirathen die am beſten für ſie paßt, ſo gut daß ſie die Zuſtimmung