Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
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gegen als er in die Hausflur trat, und in den erſten Minuten wo er ſich mit Herrn und Frau Poyſer unterhielt, pochte ſein Herz vor Angſt, man möchte ihm jeden Augenblick melden daß Hetty krank ſei. Aber allmählig kamen leichte Tritte die er kannte, und als Frau Poyſer ſagte:„Nun Hetty, wo ſteckſt Du denn?“ da mußte Adam ſich umdrehen, ob⸗ ſchon er eine große Veränderung auf ihrem Geſicht zu finden fürchtete. Er erſchrack beinahe als er ſie lächeln ſah, wie wenn ſie ſich über ſeinen Beſuch freute; ſie ſah auf den erſten Blick ganz aus wie gewöhnlich, nur daß ſie eine Haube trug, während er Abends noch keine bei ihr geſehen hatte. Als er ſie nun immer wieder beobachtete, während ſie umherging oder bei ihrer Arbeit daſaß, fand er eine Veränderung, die Wangen waren ſo roſig wie ſonſt, ſie lächelte ſo freundlich wie ſie in der lezten Zeit immer gethan hatte, aber in ihren Augen, im Aus⸗ druck ihres Geſichtes, in allen ihren Bewegungen hatte ſich ein Unterſchied eingeſtellt; Adam meinte etwas Härteres, Kälteres, weniger Kindliches wahr⸗ zunehmen.

„Das arme Ding,“ ſagte er bei ſich ſelbſt,„ſo geht es immer. Das kommt davon daß ſie jezt ihr erſtes Herzeleid gehabt hat. Aber ſie hat einen Geiſt um es muthig zu ertragen. Gott ſei Dank dafür geſagt!“

Als er ſie im Verlauf der Woche immer ſo freundlich ſah wenn er erſchien, als ſie ihm jedesmal ihr liebliches Geſicht zukehrte als wolle ſie ihm ihre Freude über ſeinen Beſuch zeigen, und als ſie be⸗ ſtändig in derſelben gleichmäßigen Art arbeitete,