Teil eines Werkes 
3 (1861) Adam Bede
Entstehung
Einzelbild herunterladen

tung Ihrer Frau ſehr ergiebig werden müßte, und dann würde ich Sie, Frau Poyſer, erſuchen mein Haus um den Marktpreis mit Milch, Butter und Sahne zu verſehen. Auf der andern Seite müßten Sie, Poyſer, dem Thurle die untern und obern Aecker überlaſſen, die Ihnen bei unſerer naſſen Witterung nur zur Laſt ſein müſſen. Beim Wieſenland iſt viel weniger Riſico als beim Ackerland.

Herr Poyſer ſaß, die Ellenbogen auf ſeine Kniee geſtemmt, den Kopf ſeitwärts geneigt, mit verzoge⸗ nem Munde vorgebeugt da und hatte ſcheinbar keine andere Sorge als ſeine Fingerſpizen ſo aneinander zu halten, daß ſie mit vollendeter Genauigkeit die Rippen eines Schiffes darſtellten. Er war zu pfifſig um nicht den ganzen Handel zu durchſchauen und genau vorherzuſehen was ſeine Frau davon denke; aber er gab nicht gerne unangenehme Ant⸗ worten: wenn es ſich nicht gerade um einen Punkt praktiſcher Landwirthſchaft handelte, wich er am liebſten jedem Streit aus, und überdieß ging die Sache weit mehr ſeine Frau an als ihn ſelbſt. Er ſchaute daher nach einer kurzen Pauſe zu ihr auf und fragte ſanft:Was ſagſt Du dazu?

Frau Poyſer hatte ihren Mann während ſeines Stillſchweigens mit kalter Strenge angeſchaut, aber jezt warf ſie ihren Kopf herum, blickte eiskalt auf das Dach des gegenüber liegenden Kuhſtalls, ſteckte ihr Strickzeug zuſammen und hielt es feſt zwiſchen ihren Händen.

Was ich ſage? Nun ich ſage, Du kannſt von Deinem Ackerland abgeben ſo viel Du Luſt haſt,