Herr,“ ſagte er, ſeines Vaters Lehnſtuhl ein wenig vorſchiebend,„Sie werden ihn bequem finden.“
„Nein, ich danke Ihnen, ich ſeze mich nie auf einen Lehnſtuhl,“ erwiderte der alte Herr, indem er einen kleinen Stuhl neben der Thüre einnahm.„Wiſſen Sie auch, Frau Poyſer— bitte, ſezen Sie ſich doch alle Beide— daß ich ſeit einiger Zeit mit der Milchwirthſchaft der Frau Satchell ganz und gar nicht zufrieden bin? Sie ſcheint mir keine ſo gute Methode zu haben wie Sie.“
„Ei darüber kann ich nichts ſagen, Herr,“ ver⸗ ſezte Frau Poyſer trocken, indem ſie ihr Strickzeug auf⸗ und abwickelte und eiskalt zum Fenſter hinaus ſah, während ſie vor dem alten Herrn ſtehen blieb. Poyſer, dachte ſie, könne ſich ſezen wenn er Luſt habe, ſie aber wolle ſich nicht ſezen, als ob ſie ſich von einem ſo glattzüngigen Schmeichler fangen ließe. Poyſer dagegen, der gerade wie das Gegentheil vom Eis ausſah und ſehr warm hatte, nahm auf ſeinem
dreibeinigen Stuhle Plaz.
„Und nun Poyſer, da Satchell gerade krank darnieder liegt, gedenke ich das Vorwerk an einen anſtändigen Pächter zu überlaſſen. Das eigene Wirth⸗ ſchaften habe ich ſatt— es gedeiht in ſolchen Fällen nicht, wie Sie ſehen. Ein tüchtiger Verwalter iſt ſchwer zu ſinden, und ich denke daß Sie und ich,
oyſer, nebſt Ihrer vortrefflichen Frau in der Folge leicht eine kleine Einrichtung treffen könnten die zu beiderſeitigem Vortheil ausſchlüge.“
„O,“ ſagte Herr Poyſer mit gutmüthiger Ahnungsloſigkeit in Betreff der Art und Weiſe dieſer Einrichtung.


