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Wunſch entſagt habe. Aber nein, Hetty begann ganz unwillkürlich zu weinen, halb aus Aerger über die abſchlägige Antwort, halb in Folge ihrer heutigen Betrübniß überhaupt, der ſie keinen Lauf hatte laſſen können.
„Ci, ei,“ ſagte Herr Poyſer, der ſie durch einen heitern Ton wieder aufzurichten hoffte,„weine doch nicht. Das Weinen paßt für ſolche die keine Hei⸗ math haben, nicht für diejenigen welche ihre Heimath loswerden wollen. Was meinſt Du dazu?“ fuhr er gegen ſeine Frau fort, die jezt wieder in die Haus⸗ flur kam und mit grimmiger Geſchwindigkeit ſtrickte,
als wäre dieſe Bewegung eine nothwendige Function, wie das Gezitter der Fühlhörner einer Krabbe.
„Was ich meine? nun ich meine die Hühner werden uns nächſtens einmal geſtohlen werden, wenn das Mädchen Abends den Verſchlag nie zuſchließt. Was iſt's, was gibt's, Hetty? Warum weinſt Du?“
„Denk Dir, ſie möchte gern Kammerjungfer wer⸗ den,“ ſagte Herr Poyſer.„Ich ſage ihr aber daß wir beſſer für ſie ſorgen können.“
„Ich dachte mirs doch, ſie werde wieder Grillen in ihrem Köpfchen haben; denn ſie hat den ganzen Tag das Maul hängen laſſen. Das kommt davon her daß ſie immer bei der Dienerſchaft im Schloſſe ſteckt, und wir waren Narren daß wir das erlaubten. Sie meint, ſie habe dort ein feineres Leben als bei uns, die wir ihre Verwandten ſind und ſie aufge⸗ zogen haben, als ſie noch nicht größer war als Marty. Ich will wetten daß ſie glaubt, zu einer Kammer⸗ jungfer gehöre weiter nichts als daß ſie ſchöne Klei⸗ der trage, zu denen ſie nun einmal nicht geboren


