Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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beiten im Hauſe ſind vollkommen genug für ſie, denn

ſie iſt ſchwächlich von Körper. Mein Herz hängt

an ihr und ihren Kindern als denjenigen die mir im Fleiſch am nächſten ſind, ja überhaupt an Allen die in dieſem Hauſe wohnen. Im Traum werde ich beſtändig unter ſie verſezt, und oft erfaßt mich mit⸗ ten unter der Arbeit, ja ſogar im Sprechen der Gedanke an ſie als ob ſie in Noth und Trübſal wären, was mir jedoch dunkel iſt. Vielleicht werde ich ſpäter ſicherer geleitet, aber ich warte auf Be⸗ lehrung von oben. Ihr ſagt ja ſie ſeien Alle wohl.

Gewiß werden wir einander leiblich wieder ſehen, obſchon vielleicht nicht auf lange, denn die Brüder und Schweſtern in Leeds wünſchen mich auf kurze Zeit unter ſich zu haben, ſobald ich wieder Gelegenheit bekomme Snowfield zu verlaſſen.

Lebt wohl, lieber Bruder und dennoch kein Lebewohl. Denn die Kinder Gottes, denen es ver⸗ gönnt iſt einander von Angeſicht zu Angeſicht zu ſchauen und Gemeinſchaft miteinander zu halten und denſelben Geiſt wirkſam in ſich zu fühlen, können nie mehr getrennt werden, wenn auch Hügel zwiſchen ihnen liegen. Denn ihre Seelen werden durch dieſe Vereinigung für immer erweitert und ſie tragen ein⸗ ander beſtändig wie eine neue Kraft in ihren Ge⸗ danken.

Eure getreue Schweſter und Mitarbeiterin in Chriſto, Dina Morris.

Ich bin nicht ſo geſchickt die Worte klein ſchrei⸗ ben zu können wie Ihr, und meine Feder bewegt ſich nur langſam. Und darum bin ich beengt und