Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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entweder verhungert oder ſatt ſein, ſollt' ich meinen, ſo ſpät iſt es ſchon in der Nacht.

Ich habe Hunger, Mutter, ſagte Seth, indem er ſich an das Tiſchchen ſezte welches ſie ſchon bei Tage gedeckt hatte.

Ich habe ſchon gegeſſen, ſagte Adam.Da Gyp, fügte er hinzu, indem er eine kalte Kartoffel . vom Tiſch nahm und den zottigen grauen Kopf

ſtreichelte der zu ihm emporſchaute.

Du brauchſt dem Hund nichts mehr zu geben, bemerkte Lisbeth;ich habe ihn tüchtig gefüttert. Ich vergeſſe ihn wahrlich nicht ſo leicht, wenn er das Einzige iſt was ich von Dir zu ſehen bekomme.

So komm jezt, Gyp, ſagte Adam,wir wollen zu Bette. Gute Nacht, Mutter, ich bin ſehr müde.

Was fehlt ihm denn, weißt Du's nicht? fragte Lisbeth den jüngern Sohn, als Adam die Treppe hinaufgegangen war;er iſt ſeit ein paar Tagen ſo niedergeſchlagen als hätte ihn der Schlag gerührt. Heute Vormittag, als Du ſort warſt, traf ich ihn in der Werkſtatt, wie er daſaß und gar Nichts that nicht einmal ein Buch hatte er vor ſich.

Er hat gerade jezt ſehr viel zu thun, Mutter, antwortete Seth,und ich glaube daß er auch aller⸗ lei auf dem Herzen hat. Thu alſo als ob Du gar nichts bemerkteſt, denn ſonſt kränkt es ihn. Sei gegen ihn ſo freundlich als Du nur kannſt, Mutter, und ſage nichts was ihn ärgern könnte. 3

Was ſchwazeſt Du da von Aergern? Wie kann ich wohl anders als freundlich gegen ihn ſein? Ich werde ihm morgen zum Frühſtück einen Pfannen⸗ kuchen machen.