Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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muß mirs gefallen laſſen wie es auch geht ich

muß froh ſein daß es nicht noch ſchlimmer geworden iſt: ich bin nicht der einzige Mann der in dieſem Leben kein Glück macht. Manches ſchöne Stück Ar⸗ beit wird mit einem traurigen Herzen verrichtet. Es iſt Gottes Wille ſo, und das muß uns genügen; wir würden es, denke ich, doch nicht beſſer einzurich⸗ ten wiſſen als er, und wenn wir uns unſer Leben lang die Köpfe darüber zerbrächen. Aber es würde mir alle Freude auf immer verderbt haben, wenn i

ſie in Jammer und Schande geſehen hätte, und zwar durch den Mann an welchen ich nie ohne Stolz den⸗ ten konnte. Da mir dieß erſpart iſt, ſo habe ich kein Recht zu klagen. So lange einer ſeine Glieder noch ganz hat, kann er wohl ein paar ſcharfe Hiebe

Als Adam unter ſolchen Betrachtungen über einen Steg ging, bemerkte er einen Mann der auf dem Felde vor ihm herſchritt. Er erkannte ihn als ſeinen Bruder Seth, der von einer Abendpredigt nach Hauſe

wandelte, und er hatte ihn bald eingeholt.

Ich dachte Du würdeſt vor mir heimkommen, ſagte er als Seth ſich umwandte und auf ihn war⸗ tete,denn ich bin heute ungewöhnlich ſpät daran.

Es iſt mir auch ſo gegangen, denn nach der Predigt bin ich ins Geſpräch mit John Barnes ge⸗ kommen, der neuerdings ſehr im Stand der Gnade zu ſein behauptet, und ich hatte ihn allerlei über ſeine Erfahrungen zu fragen. Es gehört dieß zu den Dingen die einen weiter führen als man glaubt ſie liegen nicht ſo auf dem geraden Weg.

Ein paar Minuten gingen ſie ſchweigend neben