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kürzer war als ſonſt. Adams Herz erbarmte ſich ihrer als er ſie anſah. Ach wenn er ſie nur tröſten, wenn er ſie beſchwichtigen und von dieſer Qual befreien könnte! Wenn er nur irgend eine Kraft in ſich hätte um ihre arme beunruhigte Seele zu retten, wie er ihren Leib aus jeder Gefahr gerettet haben würde!
„Ich glaube es muß ſo ſein, Hetty,“ ſagte er zärtlich.„Ich kann nicht annehmen daß Sie ſich von einem Manne küſſen, daß Sie ſich ein goldenes Me⸗ daillon mit ſeinem Haar ſchenken laſſen und im Wäldchen Zuſammenkünſte mit ihm haben würden, wenn Sie ihn nicht liebten. Ich tadle Sie nicht, denn ich weiß daß die Sache ganz klein angefangen hat, bis Sie ſich nicht mehr los machen konnten. Aber ihn tadle ich weil er auf ſolche Art Ihre Liebe geſtohlen hat, während er doch wußte daß er es nie wieder gut machen konnte. Er hat mit Ihnen weiter nichts als ſeinen Spaß und Scherz getrieben; er will ſonſt nichts von Ihnen wie es einem Manne zuſtände.“
„Doch er will etwas von mir, das weiß ich beſſer als Sie,“ rief Hetty. Der Schmerz und Verdruß über Adams Worte ließ ſie Alles vergeſſen.
„Nein Hetty,“ erklärte Adam,„wenn ihm wirk⸗ lich etwas an Ihnen läge, ſo würde er ſich nicht ſo benommen haben. Er hat es mir ſelbſt geſagt daß er ſich bei ſeinen Küſſen und Geſchenken weiter nichts gedacht habe, und er wollte mir aufbinden daß auch Sie ſich nichts daraus gemacht haben. Aber ich weiß die Sache beſſer. Sie haben ſich, ich muß
Eliot, Adam Bede. II. 16


