Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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Dreißigſtes Capitel. Die Uebergabe des Briefes.

Am nächſten Sonntag ſchloß ſich Adam nach dem Gottesdienſt an Poyſers an, in der Hoffnung daß ſie ihn zu ſich einladen würden. Er hatte den Brief in der Taſche und ſehnte ſich nach einer Gelegenheit Hetty allein zu ſprechen. In der Kirche konnte er ihr Geſicht nicht ſehen, denn ſie hatte ihren Plaz verändert, und als er jezt zu ihr kam um ihr die Hand zu reichen, war ihr Benehmen unſicher und gezwungen. Er erwartete dieß, denn es war ſeit der großen Ueberraſchung im Wäldchen das erſte Mal daß er ſie wiederſah.

Sie müſſen mit uns nach Hauſe gehen, Adam, ſagte Herr Poyſer, als ſie an den Scheideweg kamen, und ſobald ſie auf dem Feld waren, nahm Adam ſeinen Muth zuſammen und bot Hetty den Arm. Bald gaben ihm die Kinder Gelegenheit ein wenig zurückzubleiben, und dann ſagte Adam:

Wollen Sie es heute Abend ſo einrichten daß ich mit Ihnen ein wenig in den Garten gehen kann, wenn es gut bleibt? Ich habe Ihnen etwas Beſon⸗ deres zu ſagen.

Ganz recht, antwortete Hetty. Sie ſehnte ſich in Wahrheit eben ſo ſehr nach einem Geſpräch unter vier Augen wie Adam. Sie war begierig zu erfah⸗ ren was er von ihr und Arthur denke. Das Küſſen mußte er geſehen haben, das wußte ſie wohl; aber von der ſpätern Scene zwiſchen Arthur und Adam