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zu großen Tadel verdiene; er begann ſich ſelbſt zu bemitleiden, weil er ſich in der Nothwendigkeit be⸗ fand Adam zu täuſchen; ſeine eigene ehrliche Natur ſträubte ſich zwar gewaltſam dagegen, aber es war das einzige Rechte was er thun konnte.
Was nun aber auch ſein Vergehen geweſen ſein mochte, die Folge war daß es ihn unglücklich machte: unglücklich wegen Hetty's, unglücklich wegen des Briefs den er zu ſchreiben verſprochen hatte, und der ihm in einem Augenblick als eine barbariſche Rohheit, im andern vielleicht als die größte Freundſchaft er⸗ ſchien die er ihr erweiſen könne. Und durch all dieſes Ueberlegen ſchoß hin und wieder ein plözlicher Drang zu wildem Troz gegen alle Folgen; er wollte Hetty entführen, und alle andern Erwägungen moch⸗ ten zum Teufel gehen.
In dieſem Gemüthszuſtand waren ihm die vier Wände ſeines Zimmers ein unerträgliches Gefängniß; ſie ſchienen ihm dieſes ganze Gewirr von widerſpre⸗ chenden Gedanken und widerſtreitenden Gefühlen ein⸗ zuſchließen und über ihn hereinzuwerfen, während dieſelben in der friſchen Luft gewiß wenigſtens theil⸗ weiſe von ihm abließen. Er hatte nur einige Stun⸗ den um ſeinen Entſchluß zu faſſen, und er mußte klar und ruhig werden. Saß er einmal auf Meg's Rücken in der friſchen Luft dieſes ſchönen Morgens, ſo wurde er gewiß Herr der Lage.
Das hübſche Thier bog ſeinen braunen Nacken im Sonnenſchein, ſcharrte im Kies und zitterte vor Vergnügen, als ſein Herr es an der Naſe ſtreichelte, auf den Hals tätſchelte und noch koſender als ge⸗ wöhnlich zu ihm ſprach. Er liebte es um ſo mehr


