Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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nicht an, und eine Ahnung ſagte Adam daß, ſobald ſie wieder mit voller Erinnerung an das Geſchehene mit anander ſprächen, mit vollem Bewußtſein ein⸗ ander ins Geſicht ſchauten, der Sturm von Neuem losbrechen müſſe. Sie ſaßen alſo ſchweigend da bis das Wachsſtümpchen tief in den Leuchter hinunter⸗ gebrannt war, und inzwiſchen wurde die Stille im⸗ mer qualvoller für Adam. Arthur hatte ſich ſo eben wieder einigen Grog zurecht gemacht, einen Arm unter ſeinen Kopf gelegt und behaglich ein Bein heraufgezogen, und nun fühlte Adam eine unwider⸗ ſtehliche Verſuchung ſeine Herzensmeinung auszu⸗ ſprechen.

„Sie fühlen ſich doch wieder viel beſſer, Herr?“ begann er, als das Licht ausging und ſie nun im ſchwachen Mondſchein halbverborgen einander gegen⸗ über ſaßen.

„Ja: ich bin zwar noch lange nicht wieder wohl, ich fühle mich noch ſehr träge und matt, aber ich will doch heimgehen, wenn ich dieſes Glas vollends getrunken habe.“

Es entſtand eine kleine Pauſe, dann begann Adam von Neuem:

„Der Zorn hat mich überwältigt, und ich habe Dinge geſagt die nicht wahr ſind. Ich hatte kein Recht ſo zu ſprechen, als ob Sie mich abſichtlich be⸗ leidigt hätten: Sie konnten das nicht wiſſen; ich habe meine Liebe zu Hetty immer möglichſt geheim gehalten.“

Er pauſirte von Neuem bevor er fortfuhr:

3„Und vielleicht habe ich Sie zu hart beurtheilt— ich verfalle leicht in dieſen Fehler; Sie haben wohl