Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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und wechſelreichen Lebensreiſe! Es gibt nur eine einzige Art wie ein kräftiger und entſchloſſener Menſch dieß lernen kann— er muß die Saiten ſeines Her⸗ zens um die Schwachen und Irrenden binden, ſo daß er nicht bloß die äußern Folgen ihres Fehl⸗ tritts, ſondern auch ihr inneres Leiden theilt. Das iſt eine lange harte Lection, und Adam hatte bis jezt nur das Abe davon gelernt, in ſeines Vaters plözlichem Tod, der in einem Augenblick Alles was ſeine Entrüſtung hervorgerufen vernichtet, zugleich aber auch ſeine Gedanken und ſeine Erinnerungen plözlich auf Alles zurückgelenkt hatte was ſein Mit⸗ leid und ſeine Zärtlichkeit in Anſpruch nahm.

Aber Adams Stärke, nicht die damit verwandte Härte, war es was ſeine Betrachtungen an dieſem Morgen beeinflußte. Er war ſich längſt darüber klar geworden daß es eben ſo unrecht als thöricht ſein würde ein blühendes junges Mädchen zu hei⸗ rathen, ſo lang er keine andere Ausſicht hätte als auf zunehmende Armuth bei jedem Familienzu⸗ wachs. Und ſeine Erſparniſſe waren(außer dem furchtbaren Schlag daß er für Seth einen Erſatz⸗ mann in der Miliz hatte ſtellen müſſen) ſo beſtändig darauf gegangen, daß er nicht einmal Geld enug hatte um auch nur ein kleines Häuschen anzuſchaffen und einen Nothpfennig für böſe Tage bereit zu hal⸗ ten. Er hatte gute Hoffnung mit der Zeit feſter auf ſeinen eigenen Beinen zu ſtehen, aber mit einem unklaren Vertrauen auf ſeinen Arm und ſeinen Kopf konnte er ſich nicht zufrieden geben; er mußte be⸗ ſtimmte Pläne haben und ſie alsbald ins Werk ſezen. An eine Aſſociéſchaft mit Jonathan Burge war vor⸗