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würde nicht angehen daß ſeine Mutter mit ihm zu⸗ ſammenwohne wenn er einmal verheirathet wäre, und doch wie ſchwer würde ſie es aufnehmen wenn er ſie erſuchte ihn zu verlaſſen! Ja, mit ſeiner Mutter war noch viel Schmerzliches auszumachen, aber dieß war ein Fall wo er ihr zeigen mußte daß er einen ſtarken Willen beſaß, und am Ende war es auch für ſie ſelbſt das Beſte. Am liebſten wäre es ihm geweſen wenn ſie hätten beiſammen bleiben können bis Seth ſich verheirathet hätte; ſie hätten an das alte Haus eiwas anbauen können um mehr Raum zu gewinnen. Er trennte ſich nicht gerne von dem Jungen: ſie waren in ihrem ganzen Leben kaum länger als einen Tag von einander entfernt geweſen.
Aber Adam hatte ſeine Einbildungskraft kaum auf dieſen Sprüngen in eine ungewiſſe Zukunft hin⸗ ein ertappt, als er ihr bereits auch Halt gebot.„Ein hübſcher Bau den ich da aufführe ohne Backſteine und Zimmerholz. Ich bin bereits bei der Dachſtube und habe noch nicht einmal den Grund gegraben.“ Wenn Adam einmal feſt von Etwas überzeugt war, ſo nahm dieſe Ueberzeugung in ſeinem Geiſte die Form eines Grundſazes an; es wurde ihm ſogleich klar wie er handeln mußte, ſo gut es ihm klar war daß Feuchtigkeit Roſt erzeugt. Vielleicht lag hierin das Geheimniß der Härte die er ſich ſelbſt zum Vorwurf machte: er hatte zu wenig Mitgefühl mit der Schwäche die vorhergeſehenen Folgen zum Troz irre geht. Wie ſollen wir ohne dieſes Mitgefühl Geduld und Menſchenliebe genug erlangen für unſere ſtrauchelnden und fallenden Genoſſen auf der langen


