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Kinder aufzuziehen und einander in grauen Haaren zu ſehen.“
„Ja ja,“ ſagte Herr Poyſer,„dann brauchen ſie auch in keinem Fall lang auf einander zu warten. Und Ihr habt zwei der wackerſten Söhne in der ganzen Grafſchaft; das iſt auch kein Wunder, denn ich er⸗ innere mich, der arme Thias war einſt ein ſo hüb⸗ ſcher breitſchulteriger Burſche wie man nur einen finden kann, und Ihr ſelbſt, Frau Bede, Ihr habt noch jezt einen geradern Rücken als die Hälfte der jungen Weiber in unſerer Zeit.“
„Ach,“ ſagte Lisbeth,„was hilft es der Schüſſel daß ſie noch hält wenn ſie doch entzweigebrochen iſt? Je eher man mich unter den Weißdorn legt, um ſo beſſer. Ich bin jezt für Niemand mehr Etwas nüze.“
Adam nahm von den kleinen ungerechten Klagen ſeiner Mutter niemals Notiz; aber Seth ſagte:
„Nein Mutter, ſo mußt Du nicht ſprechen. Deine Söhne bekommen nie eine andere Mutter.“
„Das iſt wahr, Junge, das iſt wahr,“ ſagte Herr Poyſer,„und es iſt Unrecht von uns, Frau Bede, wenn wir den Kummer überhand nehmen laſſen; denn es iſt gerade wie wenn die Kinder weinen wenn Vater und Mutter ihnen Etwas weg⸗ nehmen. Der da oben weiß beſſer als wir was uns gut iſt.“
„Ach ja,“ ſagte Frau Poyſer,„und man muß niemals die Todten über die Lebendigen ſezen, denn einmal müſſen wir doch Alle ſterben, denke ich— es wäre beſſer die Leute zeigten ſich vorher recht freundlich gegen uns, als daß ſie erſt anfangen wenn
Eliot, Adam BVede. II. 4


