Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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darüber daß der Haupturheber ſeiner Trübſale und Verdrießlichkeiten für immer dahin war. Er hatte ſeinem Vater vor dem Abſchiede nicht die Hand drücken und zu ihm ſagen können:„Vater, Ihr wißt, zwiſchen uns iſt. Alles im Reinen; ich habe nie vergeſſen was ich als Knabe Euch zu verdanken hatte; Ihr verzeiht mir wenn ich dann und wann

zu hizig und heſtig war.“

Adam dachte heute nur wenig an die ſchwere Arbeit die er für ſeinen Vater gethan und an die wehahe die er für ihn gebracht; er dachte immer nur was wohl der alte Mann in den Augenblicken der Demüthigung habe empfinden müſſen, wenn er vor den Vorwürfen ſeines Sohnes den Kopf geſenkt. Wenn unſere Entrüſtung in unterwürfigem Schweigen er⸗ tragen wird, können ſpäter leicht ſchmerzliche Zweifel in uns entſtehen ob wir wohl großmüthig oder auch nur gerecht geweſen ſeien: wie weit mehr wenn der Gegenſtand unſeres Zornes ins ewige Schweigen hinübergegangen iſt, und wir ſein Geſicht zum leztenmal in der Sanftheit des Todes ge⸗ ſehen haben!*

„Ach, ich war immer zu hart,“ ſagte Adam zu ſich ſelbſt;„das iſt ein ſchlimmer Fehler von mir daß ich immer ſo hizig und gleich ſo ungeduldig bin wenn Jemand Unrecht hut. und daß dann mein Herz ſich gegen die Leute verſchließt, ſo daß ich ihnen nicht verzeihen kann. Ich ſehe wohl daß mehr Stolz als Liebe in meiner Seele iſt, denn ich konnte leichter tauſend Hammerſchläge für meinen Vater thun, als daß man mich dazu gebracht hätte ihm ein freundliches Wort zu ſagzen; und dann war auch