Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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wie die Florbänder und zu Nichts mehr taugen ſo bald die Farbe fort iſt.

Nun, nun, Du kannſt doch nicht läugnen daß ich mich aufs Wählen verſtanden habe als ich Dich heirathete, verſezte Herr Poyſer, der kleine eheliche Zwiſtigkeiten gewöhnlich mit einem Compliment dieſer Art beilegte,und Du warſt vor zehn Jahren noch einmal ſo rüſtig als Dina.

Ich habe nie geſagt daß ein Weib häßlich ſein müſſe um eine gute Hausfrau zu werden. Chowne's Frau da iſt freilich ſo häßlich daß ſie die Milch ge⸗ rinnen macht und das Käſelab ſpart, aber ſonſt wird ſie nie Etwas erſparen, und Dina, das arme Kind, wird nie recht rüſtig werden, ſo lange ſie nur von Brod und Waſſer lebt um den Nothleidenden Etwas geben zu können. Sie hat mich ſchon recht geärgert und ungeduldig gemacht. Ich ſagte ihr ſie handle ganz gegen die Schrift, und da heißt es: Liebe Deinen Nächſten wie Dich ſelbſt; aber, ſagte ich, wenn Du Deinen Nächſten nicht mehr liebteſt als Dich ſelbſt, Dina, ſo würdeſt Du wahrlich ſehr wenig für ihn thun, Du würdeſt Dir einbilden, er könne mit einem halb leeren Magen beſtehen. Ich möchte doch wiſſen wo ſie heute an dieſem ſchönen Sonntag iſt; gewiß ſizt ſie bei dieſer kranken Frau. zu welcher ihr Herz ſie ſo plözlich hingetrieben hat.

Es iſt doch Schade daß ſie ſich ſolche Grillen in den Kopf ſezt. Wenn ſie auch den ganzen Sommer bei uns geblieben wäre und zweimal ſo viel gegeſſen hätte als ſie brauchte, ſo würde es doch an Nichts gefehlt haben; man ſpürte ſie gar nicht im Hauſe, und ſie ſaß ſo ſtill bei ihrer Nähterei wie ein Vogel