Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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keine Unehrerbietigkeit darin, ich weiß beſtimmt daß Alicks Geiſt nicht von ſpeculativer oder negativer Art war, und er hätte ſichs um keinen Preis neh⸗ men laſſen an Weihnachten, Oſtern und Pfingſten in die Kirche zu gehen. Aber er hatte einen allge⸗ meinen Eindruck daß Gottesdienſt und religiöſe Ceremonien gleich andern unergiebigen Beſchäftigun⸗ gen für Leute ſeien die viel übrige Zeit haben.

Dort ſteht der Vater am Hofthor, ſagte Martin Poyſer.Gewiß will er uns über das Feld hin nachſchauen. Es iſt wunderbar was für ein Geſicht er hat, und iſt doch fünfundſiebzig vorbei.

Ach, erwiderte Frau Poyſer,es kommt mir oft vor als gehe es mit den alten Leuten wie mit den kleinen Kindern; ſie freuen ſich am Sehen überhaupt, gleichviel was ſie anſehen. Ich denke, es iſt Gottes Wille ſo ſie auf dieſe Art zur Ruhe zu bringen, bevor ſie auf immer einſchlafen.

Der alte Martin öffnete das Thor als er die Proceſſion herankommen ſah, und hielt es weit offen, indem er ſich auf ſeinen Stock lehnte. Es machte ihm Freude dieſes kleine Geſchäft zu beſorgen, denn, wie alle alten Männer die ihr Leben in Arbeit voll⸗ bracht haben, wollte er ſich das Bewußtſein erhalten noch immer nüzlich zu ſein; er meinte, die Zwiebeln im Garten gerathen beſſer wenn er beim Stecken zugegen ſei, und die Kühe würden beſſer gemolken wenn er Sonntags daheim bleibe und zuſehe. An Abendmahlstagen ging er immer zur Kirche, ſonſt aber nicht ſehr regelmäßig; an naſſen Sonntagen oder wenn er einen Anflug von Rheumatismus hatte, pflegte er die erſten drei Capitel der Geneſis zu leſen.