Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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erholt, hatte darauf beſtanden heute in die Kirche zu gehen, ganz beſonders aber ihr roth und ſchwarzes Halsband über dem Kragen zu tragen. Und es fehlte nicht an feuchten Stellen über welche ſie dieſen Nachmittag getragen werden mußte, denn am Morgen waren dichte Regengüſſe gefallen, obſchon jezt die Wolken ſich verzogen hatten und in ſilbernen Maſſen am Horizont aufgeſchichtet hingen.

Daß es Sonntag war, hätte man am Viehhof ſehen können. Die Hähne und Hühner ſchienen es zu wiſſen und gaben nur ein dumpfes und unter⸗ drücktes Geräuſch von ſich; ſogar der Bullenbeißer ſah weniger wild aus, als wollte er ſich mit einem kleineren Biſſen als ſonſt begnügen. Das Sonnen⸗ licht ſchien Alles zur Ruhe und nicht zur Arbeit einzuladen: es ſchlief ſelbſt auf dem mit Moos über⸗ wachſenen Kuhſtall, auf der Gruppe weißer Enten die mit den Schnäbeln unter ihren Flügeln ruhig beiſammen lagen, auf der alten ſchwarzen Sau die ſich faul auf das Stroh ausgeſtreckt hatte, während das größte von ihren Jungen auf dem fetten Rücken ihrer Mutter eine vortreffliche Federnmatraze fand; auf dem Schäfer Alick, der in ſeinem neuen Rock, halb ſizend halb ſtehend, auf der Treppe des Korn⸗ ſpeichers eine unbequeme Sieſta hielt. Alick war der Meinung daß ein Aufſeher, der das Wetter und die Mutterſchafe im Auge haben müſſe, mit der Kirche und andern Luxusgegenſtänden ſich nicht viel ab⸗ geben dürfe.Kirche! ei was? ich habe andere Sachen zu denken, war eine Antwort die er oft in einem ſo bittern Tone ausſprach daß alle weitern Fragen dadurch abgeſchnitten wurden. Es lag ganz gewiß