Teil eines Werkes 
2 (1861) Adam Bede
Entstehung
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zurücklegte, als wollte er meinen Einwendungen ent⸗ gegentreten,ich habe Herrn Irwine nie für einen großen Prediger gehalten. Er ging nicht auf tiefe geiſtliche Studien ein, und doch gibt es im innern Leben eines Menſchen viel was man nicht nach Quadratſchuhen meſſen und wovon man nicht ſagen kann: Thue das und das, ſo wird das und das geſchehen. Es gehen Dinge in der Seele vor und es gibt Zeiten wo Gefühle in uns kommen wie ein rauſchender mächtiger Wind, wie die Schrift ſagt, und unſer Leben beinahe in zwei Theile ſpalten, ſo daß wir auf uns ſelbſt zurückblicken wie wenn wir etwas ganz Anderes wären. Das läßt ſich nicht mit einer Regel: Thue das und thue das! abmachen, und ich gehe da mit den entſchiedenſten Methodiſten ſo weit als nur einer. Das zeigt mir daß es tiefe geiſtliche Dinge in der Religion gibt. Mit Reden läßt ſich nicht viel ausrichten, aber man fühlt es. Herr Irwine ging auf dieſe Dinge nicht ein: er hielt kurze moraliſche Predigten und das war Alles. Aber dann handelte er auch nach dem was er ſagte. Er wollte nicht heut unendlich höher ſtehen als Andere und dann morgen ihnen ſo ähnlich ſein wie zwei Erbſen, und die Leute liebten und reſpectirten ihn, und das war beſſer als wenn er durch allzu großen Eifer ihre Galle aufgeregt hätte. Frau Poyſer Sie wiſſen ja, ſie wollte über Alles ihre Meinung ausſprechen pflegte zu ſagen, Herr Irwine ſei wie eine gute Mahlzeit die einem gut bekomme, ohne daß man weiter daran denke; Herr Ryde aber gleiche einer Arznei die einen angreife und quäle, und nach⸗ her werde man doch nicht beſſer davon.