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Dina ſezte ſich und Hetty begann ihr Haar zu bürſten bevor ſie es aufband, und zwar that ſie das Alles mit jenem Anſchein übertriebener Gleichgültig⸗ keit welcher Betretenheit und böſes Gewiſſen ver⸗ räth. Aber der Ausdruck in Dina's Augen be⸗ ruhigte ſie allmählig; ſie nahm offenbar keine Notiz von den Details.
„Liebe Hetty,“ ſagte ſie,„es hat heute Nacht meinem Geiſte vorgeſchwebt daß dereinſt Trübſal über Dich kommen könne— Trübſal iſt uns Allen hienieden beſtimmt, und es kommt eine Zeit wo wir mehr Troſt und Hilfe bedürfen als die Dinge die⸗ ſes Lebens uns geben können. Es drängt mich Dir zu ſagen daß, wenn Du je in Trübſal kommſt und einen Freund bedarfſt der ſtets für Dich fühlen und Dich lieben wird, daß Du dieſen Freund in Dina Morris in Snowfield ſindeſt; und wenn Du zu ihr kommſt und nach ihr ſchickſt, ſo wird ſie dieſe Nacht und dieſe Worte die ſie jetzt zu Dir ſpricht niemals vergeſſen. Willſt Du daran denken, Hetty?“
„Ja,“ ſagte Hetty etwas erſchrocken.„Aber warum glaubſt Du denn daß ich in Trübſal kommen werde? Weißt Du Etwas?“
Hetty hatte ſich, als ſie ihre Haube knüpfte, ge⸗ ſezt, und nun beugte Dina ſich vorwärts, ergriff ihre Hände und antwortete:.
„Darum, mein liebes Kind, weil Trübſal über uns Alle kommt in dieſem Leben. Wir hängen unſer Herz an Dinge die wir nach Gottes Willen nicht behalten ſollen, und dann betrüben wir uns; unſere Lieben werden von uns genommen, und wir können uns über Nichts mehr freuen, weil ſie nicht mehr


