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Adam noch nicht genug liebe um ihn zu heirathen. z Sie ſah zu deutlich daß es in Hetty's Natur an n aller warmen hingebenden Liebe fehlte, um in ihrer 8 Kälte gegen Adam einen Beweis dafür zu erblicken 6 daß gerade er nicht derjenige ſei den ſie zum Manne e wünſche. Und dieſe Lücke in Hetty's Natur erregte 5 bei Dina keine Abneigung, ſondern rief nur ein noch 2 innigeres Mitgefühl wach: ihr liebliches Geſicht und r ihre zierliche Geſtalt ſprach ſie an, wie die Schönheit immer eine reine und zarte Seele anſpricht die von n ſelbſtiſcher Eiferſucht frei iſt; es war eine ausgezeich⸗ 6 nete Gottesgabe, welche der Noth, der Sünde und d Sorge die ſich dareinmiſchten ein tieferes Pathos ver⸗2 lieh, wie die Raupe in einer lilienweißen Knoſpe be⸗ d trübender anzuſchauen iſt als in einem gemeinen 1 Küchenkraut. d
Während Dina ſich entkleidete und ihren Nacht⸗ 1 rock anzog, hatte dieß Gefühl für Hetty eine heim⸗ 2 liche Stärke erlangt; ihre Einbildungskraft hatte ein 6 dorniges Dickicht von Sünde und Sorge geſchaffen, u und ſie ſah darin das arme Ding zerriſſen und blutend u ringen; ſie ſah es mit Thränen nach Rettung ſuchen, h aber keine finden. Auf dieſe Art wirkten Dinga's Einbildungskraft und Mitgefühl gewöhnlich herüber 4 und hinüber und ſteigerten ſich gegenſeitig. Sie e fühlte einen mächtigen Drang jezt hinzugehen und n in Hetty's Ohr all die Worte zärtlicher Mahnung. und Warnung zu ergießen die auf ihre Seele her⸗ b einwogten. Aber vielleicht ſchlief Hetty bereits. Dina ſ hielt ihr Ohr an die Zwiſchenwand und hörte noch z immer ein leiſes Geräuſch, das ihr die Ueberzeugung f gab daß Hetty noch nicht im Bette ſei. Gleichwohl g


