Teil eines Werkes 
1 (1861) Adam Bede
Entstehung
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ſeltſamen Aufpuz! Es wäre die allerleichteſte Narr⸗ heit in der Welt ſich in ſie zu verlieben: an ihrem Geſicht und ihrer Figur iſt Alles ſo lieblich, ſo kin⸗ derartig rund; die zarten dunkeln Locken liegen ſo reizend um Ohren und Hals; ihre großen ſchwarzen Augen mit den langen Wimpern gemahnen Dich ſo wunderlich als ſchaute ein gefangener luſtiger Kobold daraus hervor.

Ach welch einen Preis gewinnt der Mann der eine holde Braut wie Hetty erringt! Wie die Män⸗ ner ihn beneiden, wenn ſie zum Hochzeitsfrühſtück kommen und ſie in ihrem weißen Spizenſchleier, mit Orangeblüthen in den Haaren, an ſeinem Arme hän⸗ gen ſehen! O das liebe, junge, rundliche, ſanfte, geſchmeidige Ding! Ihr Herz muß gerade eben. ſo ſanft ſein, ihr Gemüth gerade ſo frei von Ecken, ihr Character eben ſo ſchmiegſam. Wenn es je einmal ſchief geht, ſo liegt die Schuld an dem Manne: er kann aus ihr machen was er will, das iſt klar. Und der Bräutigam denkt auch ſo: das holde Geſchöpf iſt ſo verliebt in ihn, ihre kleinen Eitelkeiten ſind ſo bezaubernd, er würde es gar nicht dulden wenn ſie ein Bischen geſezter ſein wollte; dieſe käzchenartigen Blicke und Bewegungen ſind gerade das was ihm ſeinen häuslichen Herd zum Paradieſe umſchaffen wird. Jeder Mann hält ſich unter ſolchen Umſtän⸗ den für einen vortre flichen Phyſiognomiker. Die Natur hat, das weiß er, ihre eigene Sprache die ſie mit ſtrenger Wahrhaftigkeit ſpricht, und er glaubt ins Innerſte dieſer Sprache eingeweiht zu ſein. Die Natur hat ihm den Character ſeiner Braut in dieſen ausgeſuchten Lilien um Wangen, Lippen und Kinn

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