überall ſeinen Willen durchſezen und Alles kaufen was er nur wollte. Und Nichts durfte ſo bleiben wie es bisher geweſen; vielleicht wurde ſie eines Tags eine vornehme Dame, fuhr in ihrem eigenen Wagen, kam zur Tafel in einem ſeidenen Brocat⸗ kleid, mit Federn in den Haaren und einer langen Schleppe wie Fräulein Lydia und Lady Dacey, die ſie eines Abends nach dem Speiſeſaal gehen ſah, als ſie durch das runde Fenſterchen im Corridor ſchaute. Nur wollte ſie nicht ſo alt und häßlich ſein wie Fräulein Lydia, und nicht ſo dick wie Lady Dacey, ſondern ſehr hübſch; ſie wollte ihr Haar bald ſo bald anders tragen, bald in einem roſarothen, bald in einem weißen Kleid auftreten; ſie wußte noch nicht was ihr am beſten gefiel; und Marie Burge und alle Andern würden ſie vielleicht ſehen wenn ſie in ihrem Wagen dahinführe, oder vielmehr ſie würden von ihr hören, denn ſie konnte ſich un⸗ möglich vorſtellen daß dieſe Dinge in Hayſlope unter den Augen ihrer Tante vorgingen. Beim Gedanken an all dieſen Glanz erhob ſich Hetty von ihrem Stuhl, ihr Spizentuch verfing ſich an dem rothein⸗ gerahmten Spiegelchen, ſo daß es klingend auf den Boden fiel; aber ſie war zu ſehr mit ihren Phan⸗ taſiegebilden beſchäftigt um es aufzuheben, und nach einem augenblicklichen Schreck begann ſie, wie eine
Taube ſich brüſtend, in ihrem Zimmer auf⸗ und ab: zuſchreiten, in ihrer farbigen Schnürbruſt und dem
farbigen Rock, das alte ſchwarze Spizentuch um ihre Schultern und mit den großen Glasringen in den Ohren.
Wie hübſch die kleine Kaze ausſieht in dieſem
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