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Leuchter die ihm für ewig ein ariſtocratiſches Aus⸗ ſehen verliehen. Aber Hetty konnte den Spiegel nicht ausſtehen, weil er eine Menge trübe Flecken auf ſeinem Glas hatte die ſich nicht wegreiben ließen, und weil er, ſtatt ſich vor⸗ und rückwärts zu be⸗ wegen, in gerader Stellung feſtgemacht war, ſo daß ſie nur einen einzigen guten Blick auf Kopf und Nacken bekam, und auch dieſen erhielt ſie nur wenn ſie ſich auf einen niedrigen Stuhl vor ihrem Toiletten⸗ tiſch ſezte. Und der Toilettentiſch war gar kein Toi⸗ lettentiſch, ſondern ein kleiner alter Kaſten mit Schub⸗ laden, das ungeſchickteſte Ding in der Welt um da⸗ vor zu ſizen, denn an den dicken metallenen Griffen zerſtieß ſie ſich ihre Knie, und ſo wurde ihr die Be⸗ nüzung des Spiegels recht ſauer gemacht. Aber fromme Gläubige laſſen ſich durch Unbequemlichkeiten von der Verrichtung ihrer religiöſen Gebräuche nicht abhalten, und Hetty war dieſen Abend mehr als ge⸗ wöhnlich auf ihre eigenthümliche Form von Gottes⸗ verehrung erpicht.
Nachdem ſie ihr Kleid und ihr weißes Halstuch abgelegt, zog ſie aus der großen Taſche die außen an ihrem Unterrock hing einen Schlüſſel hervor, öff⸗ nete eine der untern Schubladen an der Commode, nahm zwei kurze Wachslichtſtümpchen, die ſie heimlich in Treddleſton gekauft hatte, heraus und ſteckte ſie in die beiden meſſingenen Leuchter. Dann zog ſie ein Kiſtchen Zündhölzchen hervor, zündete die Lichter an, und endlich brachte ſie einen kleinen, rotheingerahm⸗ ten Handſpiegel ohne alle Flecke zum Vorſchein. Das Erſte was ſie that nachdem ſie ſich geſezt hatte, war daß ſie in dieſes Spiegelchen blickte. Siee hante
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