Teil eines Werkes 
1 (1861) Adam Bede
Entstehung
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Totty wandte ihr Geſicht gegen Dina und ſchaute ſie einen Augenblick an; dann richtete ſie ſich auf, ſtreckte ihre Aermchen aus und duldete daß Dina ſie vom Schooße ihrer Mutter herabnahm. Hetty wandte ſich ohne das mindeſte Zeichen von Verdrießlichkeit ab, nahm ihren Hut vom Tiſch und blieb mit gleich⸗ giltiger Miene ſtehen, ob man ihr vielleicht noch einen Auftrag ertheile.

„Du kannſt jezt die Thüre ſchließen, Poyſer; Alick iſt ſchon lange daheim,“ ſagte die Frau, indem ſie ſich mit ſichtlicher Erleichterung von ihrem nie⸗ deren Stuhl erhob.„Gib mir das Feuerzeug, Hetty, ich muß ein Nachtlicht in meinem Zimmer haben. Kommt, Vater.“

Die ſchweren hölzernen Riegel wurden an den Hausthüren vorgeſchoben, und der alte Martin rüſtete ſich zum Aufbruch, indem er ſein blaues Taſchentuch zuſammenlegte und ſeinen glänzenden Knotenſtock von Wallnußholz aus der Ecke holte. Frau Poyſer zog jezt zur Küche hinaus, hinter ihr der Großvater und dann Dina mit Totty auf dem Arme,— Alle gingen im Zwielicht zu Bette wie die Vögel. Frau Poyſer ſchaute unterwegs noch in die Kammer hinein wo ihre beiden Jungen lagen, nur um ihre rothen run⸗ den Backen auf dem Kiſſen zu ſehen und einen Au⸗ genblick ihr leichtes regelmäßiges Athmen zu hören.

„Nun, Hetty, geh jezt auch ins Bett,“ ſagte Herr Poyſer in beſchwichtigendem Tone, indem er ſich gegen die Treppe wandte.„Du haſt ſicher nicht gewußt daß es ſchon ſo ſpät war, aber Deine Tante hat ſich heute viel plagen müſſen. Gute Nacht, mein Mädchen, gute Nacht!“

Eliot, Adam Bede. I. 16