Teil eines Werkes 
1 (1861) Adam Bede
Entstehung
Einzelbild herunterladen

234

Mann war Mariin Poyſer ſchneidend und unerbitt⸗ lich wie der Nordoſtwind. Luke Britton konnte ſich keine einzige Bemerkung, nicht einmal über das Wetter, erlauben, ohne daß Martin Poyſer darin deutliche Spuren jener Kopfloſigkeit und durchgängigen Unwiſſenheit entdeckte die aus allen ſeinen landwirth⸗ ſchaftlichen Operationen hervorſchaute. Er haßte es dieſen Burſchen an Markttagen im Brauhaus den Bierkrug an ſeinen Mund führen zu ſehen, und ſchon ſein bloßer Anblick auf der andern Seite der Straße brachte in ſeine ſchwarzen Augen einen ſtrengen cri⸗ tiſchen Ausdruck, möglichſt verſchieden von dem väter⸗ lichen Blick den er ſeinen beiden herankommenden Nichten zugehen ließ. Herr Poyſer hatte ſeine Abend⸗ pfeife geraucht und hielt jezt die Hände in ſeinen Taſchen, der einzige Zeitvertreib für einen Mann der nach vollendeter Tagesarbeit ſich noch nicht zur Ruhe begeben hat.

„Ei, ei, Mädchen, ihr bleibt heute lang aus,“ ſagte er, als ſie das kleine Thor erreichten das in den Hauptweg führte.„Die Mutter iſt ſchon ein Bischen unruhig geworden und die Kleine iſt ein Bischen unwohl. Und wie haſt Du die alte Frau Bede verlaſſen, Dina? iſt ſie ſehr betrübt um den alten Mann? Er iſt ihr doch in den lezten fünf Jahren eine ſchwere Laſt geweſen.“

„Sein Tod iſt ihr ſehr nahe gegangen,“ antwor⸗ tete Dina;„aber heute ſchien ſie etwas getröſtet zu ſein. Ihr Sohn Adam iſt den ganzen Tag zu Hauſe und arbeitet am Sarge ſeines Vaters. Es iſt eine große Freude für ſie wenn ſie ihn daheim hat. Sie hat mir beinahe den ganzen Tag von ihm vorge⸗