Teil eines Werkes 
1 (1861) Adam Bede
Entstehung
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Hauſe; denn als Dina und Hetty herankamen, wurde

die Thüre durch eine ſteattliche, rothbackige und

ſchwarzäugige Figur ausgefüllt, welcher man wohl anſah daß ſie an Markttagen ungemein ſcharf und gelegentlich auch verächtlich dreinſchauen konnte, wäh⸗ rend jezt der Ausdruck herzlicher Gutmüthigkeit wie nach einem tüchtigen Abendeſſen vorwog. Bekannt⸗ lich haben ſich große Gelehrte die in ihren Critiken mit der unbarmherzigſten Härte gegen die Gelehr⸗ ſamkeit anderer Leute zu Felde zogen, im Privatleben oft ſanft und nachſichtig gezeigt; ja ich habe mir von einem Gelehrten erzählen laſſen der mit ſeiner linken Hand liebevoll Zwillinge wiegte, während ſeine Rechte die vernichtendſten Spöttereien über einen Gegner ausgoß der eine rohe Unkenntniß des Hebräiſchen verrathen hatte. Schwächen und Irrthümer muß man verzeihen— ach ſie ſind uns ſelbſt nicht fremd — aber wer ſich bei dem hochwichtigen Gegenſtand der hebräiſchen Accente täuſcht, der muß als Feind des Menſchengeſchlechts behandelt werden. Eine ähn⸗ liche Miſchung von Gegenſäzen fand ſich bei Martin Poyſer vor; er hatte einen ſo vortrefflichen Character, daß er gegen ſeinen alten Vater noch freundlicher und ehrerbietiger geworden war, ſeit dieſer ihm eine Schen⸗ kungsurkunde über ſein ganzes Vermögen eingehändigt, und in allen perſönlichen Fragen urtheilte Niemand

über ſeine Nachbarn ſo mild als er; aber gegen

einen Pächter wie Luke Britton zum Beiſpiel, deſſen Brachfelder nicht gehörig geſäubert waren, der von Heckenanpflanzen und Grabenziehen nicht das Ge⸗ ringſte verſtand und beim Einkauf der Wintervor⸗

räthe ſehr wenig Einſicht zeigte, gegen einen ſolchen